Ministerin Svenja Schulze besuchte die RWTH

16.12.2014
NRW-Ministerin Svenja Schulze, RWTH-Prorektor Aloys Krieg und AStA-Vorsitzender Raphael Kiesel diskutierten zum Thema Lehre an der RWTH (von links). Urheberrecht: Andreas Schmitter

Im Rahmen ihrer Hochschultour informierte sich Schulze über die Aktivitäten der Aachener Hochschule im Bereich Lehre

 

Im Rahmen ihrer Hochschultour "Erfolgreich studieren" besuchte jetzt Wissenschaftsministerin Svenja Schulze die RWTH. Der AStA-Vorsitzende Raphael Kiesel und der Prorektor für Lehre, Aloys Krieg, berichteten über die aktuellen Aktivitäten der Aachener Hochschule in der Lehre. Anschließend tauschte sich die Ministerin in der Diskussion und in Einzelgesprächen mit Vertreterinnen und Vertreter der präsentierten Projekte aus.

So startete die RWTH 2014 beispielsweise die bundesweit größte eigenfinanzierte Lehrmethodeninitiative einer Universität. Mit „Blended Learning“ fördert sie einen Mix aus Präsenzveranstaltungen und mediengestützten Lerneinheiten, wozu elektronische Klausuren, Direktfeedback oder Flipped Classrooms gehören. Die ersten Erfahrungen zeigten, dass die Studierenden diese als bereichernde Elemente der Lehre verstehen, berichtete Krieg. Der Studienalltag gestalte sich nach ihren Aussagen weit flexibler und effektiver.

Kiesel gab der Ministerin einen Überblick über die von der Studierendenvertretung koordinierten Maßnahmen, um den Einstieg in das Studium zu erleichtern. Er nannte als Erfolgskonzept vor allem die Betreuung durch Tutorinnen und Tutoren, also durch Studierende höherer Semester. Diese werden schon während der so genannten Erstsemester-Woche aktiv, die mit Begrüßungsvorträgen, Rallye oder Führungen den "Neuen" das erste Kennenlernen der Uni ebenso wie das von Kommilitoninnen und Kommilitonen ermöglicht.

Individuelle Begleitung während des Studiums bietet dann das Aachener Mentoring Modell. Im Rahmen dieses Programms werden bereits seit 2011 in allen Fakultäten Beratungen angeboten. Die mittlerweile über 40 Mentorinnen und Mentoren der RWTH helfen den Studierenden bei der Erstellung von Zeitplänen oder geben Tipps zur Auswahl von Vorlesungen und Seminaren ebenso wie Hinweise, wie man sich möglichst effektiv auf Prüfungen vorbereitet. Zielgruppe sind alle Studierenden, darunter auch diejenigen, die beispielsweise zwei Drittel der Credit Points als Leistungsnachweise nicht erreicht haben, Studierende im dritten Prüfungsversuch, aber auch die besten zehn Prozent eines Jahrgangs. "Der Studienerfolg wird zu einem zentralen Gradmesser für die Qualität einer Hochschule. Mit dem Aachener Mentoring Modell ist die RWTH Aachen Vorreiter, wenn es um gute Lehre und ein erfolgreiches Studium geht", so die Ministerin anerkennend in der abschließenden Diskussion.

Redaktion: Presse und Öffentlichkeitsarbeit