Liudmila Prisiazhnaia forscht mit Bundeskanzler-Stipendium an der RWTH Aachen

01.12.2014

Liudmila Prisiazhnaia aus Russland forscht jetzt für ein Jahr am Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe der RWTH Aachen. Die Ökonomin erhielt ein Bundeskanzler-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung und entschied sich für einen Aufenthalt an der RWTH Aachen.

 

Das Stipendium unter Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland wird vom Auswärtigen Amt finanziert. Es wird an jeweils bis zu zehn angehende Führungskräfte aus Brasilien, China, Indien, Russland und den USA vergeben. Die Kandidaten müssen zuvor in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Medien, Verwaltung, Gesellschaft oder Kultur tätig gewesen sein. Während des einjährigen Aufenthalts in Deutschland können die Stipendiaten ein eigenständig konzipiertes Projekt bei einem selbst gewählten Gastgeber durchführen. Zusätzlich sollen sie sich vernetzen und nach Antworten auf die globalen Fragen unserer Zeit suchen.

Prisiazhnaia studierte an der University of Economics and Finance in St. Petersburg, sie schloss mit einem Master in Economy ab. Anschließend arbeitete sie sieben Jahre bei Toyota Motor Manufacturing Russia und promoviert parallel. Am Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik unter Leitung von Univ.-Prof. Dr.rer.nat. Dirk Uwe Sauer wird sie die Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland analysieren. Neben der Dynamik in Forschung und Entwicklung interessiert sie sich für die Wirkungen von Feldversuchen, die zum Beispiel im Rahmen des Förderprogramms „Schaufenster Elektromobilität“ der Bundesregierung durchgeführt werden. Abschließend will sie mögliche Ansätze zur Förderung der Entwicklung von Elektromobilität in Russland ableiten.