Alzheimer Forschung Initiative e.V. unterstützt Aachener Forscher mit 80.000 Euro

17.12.2012

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Aaron Voigt

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Wie sterben Nervenzellen im Gehirn? Das ist für die Erforschung der Alzheimer-Krankheit eine der ganz wesentlichen Fragestellungen. Dr. Aaron Voigt von der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Aachen geht dieser Problematik auf den Grund. Gefördert wird sein zweijähriges Forschungsprojekt mit 80.000 Euro von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI), dem größten privaten Förderer öffentlicher Alzheimer-Forschung in Deutschland.

 

Dr. Voigt und seine Kollegen konnten bereits anhand von Untersuchungen an der Fruchtfliege Drosophila zeigen, dass Störungen im Transport bestimmter Komponenten in die Nervenzelle verstärkt zu einem Absterben dieser Zelle führten. Offenbar aktiviert der gestörte Transport eine Verkettung von Prozessen, die sich zudem gegenseitig noch verstärken - mit dem Tod der Nervenzelle als Folge.

Im Rahmen seines aktuellen Projekts will Dr. Voigt mit seinem Team nun untersuchen, ob die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind. Darüber hinaus wollen die Aachener Forscher herausfinden, welcher Mechanismus ursächlich ist für die Aktivierung der Verkettung, die letztlich zum Sterben der Nervenzellen führt. Dabei stehen auch so genannte Tau-Neurofibrillen im Fokus. Hierbei handelt es sich um gedrehte Eiweißfasern, die sich in Nervenzellen anlagern.

"Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist immens wichtig, um geeignete Therapien für Alzheimer-Patienten zu entwickeln", beschreibt Dr. Voigt das Ziel seines Forschungsprojekts. Die Unterstützung der AFI ermöglicht ihm die Umsetzung: "Die private Forschungsförderung ist ein wichtiges Instrument zur Finanzierung der Wissenschaft. Dass dieser Ansatz zielführend ist, wird durch die hohe Anzahl von wissenschaftlichen Publikationen belegt, bei denen private Forschungsförderprogramme maßgeblich an der Finanzierung beteiligt waren."

Neben dem Forschungsprojekt von Dr. Aaron Voigt fördert die AFI ab sofort fünf weitere Alzheimer-Forschungsvorhaben an den Universitäten Göttingen, Bonn, Erlangen-Nürnberg und München. Die gesamte Fördersumme beträgt 323.024 Euro. Alle Projekte wurden in einem zweistufigen Bewertungsverfahren vom Wissenschaftlichen Beirat der AFI unter Vorsitz von Prof. Dr. Walter E. Müller von der Goethe-Universität Frankfurt ausgewählt.