Dr.-Ing. Michael Schluse und "Fantastische Experimente zur Erkundung des Weltraums"

21.05.2019
 

Das Alpha-Magnet-Spektrometer, AMS-02, ist das Ergebnis eines Experiments, das aus der Zusammenarbeit von rund 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über einen Zeitraum von 15 Jahren hervorgeht. Das Ergebnis des 1,5 Milliarden Dollar teuren Projekts wurde vor 8 Jahren mit dem Space Shuttle Endeavour zur Internationalen Raumstation ISS befördert und dokumentiert seitdem mit höchster Präzision kosmische Strahlung, um dem Entstehen des Universums einen Schritt näher zu kommen.

Teil dieser Messeinheit ist ein sechs Quadratmeter großer Silizium-Spurendetektor, der durch ein geschlossenes Kühlsystem konstant bei null Grad arbeitet. Aufgrund von Ausfällen in diesem Kühlsystem, müssen dessen Pumpen nun ausgetauscht werden. Das Vorhaben fordert höchste Präzision, weshalb das Austauschen der Kühlpumpen (neben Übungsdurchläufen an einem Modell in Houston sowie einem Unterwasser-Modell) in einer an der RWTH Aachen erstellten Virtual Reality simuliert und erprobt wird.

Das Team von Professor Jürgen Roßmann am Institut für Mensch-Maschine-Interaktion der RWTH Aachen, erstellte unter Leitung von Dr.-Ing. Michael Schluse die benötigte Simulation der ISS in der AixCave des IT Centers. Das Konzept der experimentierbaren digitalen Zwillinge wurde somit in einem der größten fünfseitigen Virtual-Reality-Installationen genutzt, um den Astronauten das Proben der Bearbeitung des AMS-02 im Originalmaßstab zu ermöglichen.

Den ausführlichen Bericht zu dem Projekt gibt es auf der Hauptseite der RWTH Aachen.