Industriepraktikum im Master-Studiengang

 

FAQ

Wie viele Wochen Praktikum müssen nachgewiesen werden?

Die anerkannte praktische Tätigkeit muss insgesamt mindestens 18 Wochen betragen. Stunden- bzw. tageweise Beschäftigung (Teilzeittätigkeiten) entsprechen nicht dem Zweck der Ausbildung und können daher nicht anerkannt werden. Ausgefallene Arbeitstage (Urlaub, Krankheit, jedoch nicht gesetzliche Feiertage) müssen nachgeholt werden. Wird die praktische Tätigkeit ausnahmsweise in Abschnitten durchgeführt, so ist zu beachten, dass die Ausbildungszeit in einem Betrieb mindestens 4 zusammenhängende Wochen betragen muss.

Werden Werksstudententätigkeiten bzw. Ausbildungen als Praktikum anerkannt?

Werkstudententätigkeiten (jedoch keine stunden- bzw. tageweise Tätigkeit), andere Ausbildungszeiten (z. B. einschlägige Lehren mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer) oder berufliche Tätigkeiten werden ggf. insoweit angerechnet, als sie dem Zweck und der Art der praktischen Tätigkeiten der aktuellen Praktikumsrichtlinie entsprechen.

Welche Unternehmen sind zur Ableistung des Praktikums geeignet?

Die in der praktischen Tätigkeit zu vermittelnden Kenntnisse und Erfahrungen können vornehmlich in mittleren und großen Industriebetrieben oder in größeren auf Systementwicklung orientierten Technologie-Unternehmen erworben werden.
Das Stammpersonal muss mindestens 20 Personen, davon mindestens fünf Ingenieure, betragen.

Ferner kommen Betriebe wie z. B. Kraftwerke oder Großforschungseinrichtungen in Frage.

Kleinbetriebe ohne Entwicklungs- oder Systemorientierung, wie z. B. Handwerksbetriebe und Computer-Shops, scheiden aus.
Ferner scheiden Praktika an Hochschulen sowie in eigenen oder elterlichen Betrieben aus.

Jeder Betrieb, der eine Ausbildung im Sinne der vorliegenden Richtlinien ermöglicht, ist für die Durchführung der Industriepraxis zugelassen. Der Bewerber ist selbst verantwortlich für die Gewährleistung der Einhaltung dieser Richtlinien.

Vermittelt das Praktikantenamt für Elektrotechnik und Informationstechnik Praktikantenstellen?

Das Praktikantenamt der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik vermittelt keine Praktikantenstellen, es berät aber bezüglich der Eignung von Ausbildungsstellen.

Welche Organisationen helfen bei der Vermittlung von Praktikantenstellen?

IAESTE vermittelt Praktikantenstellen und besitzt zudem eine Zweigstelle an der RWTH.

Weitere Links zu Praktikumsbörsen:

http://jobs.trovit.de

www.jobvector.de

www.stepstone.de

www.monster.de

www.wiwo.de

www.jobware.de

www.praktikum-service.de

Auch das örtliche Arbeitsamt sowie die Industrie und Handelskammer weisen geeignete und anerkannte Ausbildungsbetriebe für Praktikantinnen und Praktikanten nach. Jeder Betrieb, der eine Ausbildung im Sinne der vorliegenden Richtlinien ermöglicht, ist für die Durchführung der Industriepraxis zugelassen. Die Bewerber sind selbst verantwortlich für die Einhaltung dieser Richtlinien.

Kann das Praktikum im Ausland abgeleistet werden?

Praktische Tätigkeiten im Ausland werden empfohlen und anerkannt, wenn sie in allen Punkten den Richtlinien entsprechen. Das Berichtsheft muss in deutscher oder englischer Sprache abgefasst werden. Dem Zeugnis ist eine beglaubigte Übersetzung beizufügen, wenn es in einer anderen als den angegebenen Sprachen ausgestellt wurde. Abweichungen von diesen Bestimmungen bedürfen der vorherigen Rücksprache mit dem Praktikantenamt.

Welche Arbeitsinhalte kann das Praktikum umfassen?

Die praktische Tätigkeit umfasst ingenieurnahe Tätigkeiten auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Informationstechnik aus den Bereichen:

  • Fertigung, Montage, Betrieb, Wartung, Prüfung, Inbetriebnahme und/oder
  • Forschung, Entwicklung, Planung, Berechnung, Projektierung, Konstruktion und Integration von bzw. an Hardware- und Software-Komponenten oder -systemen

Werden reine Softwareentwicklungen als Arbeitsinhalt des Praktikums anerkannt?

Verwaltungstätigkeiten, das Errichten von Hausinstallationen, die Reparatur von Haushalts-, Rundfunk- und Fernsehgeräten sind beispielsweise keine ingenieurnahen Tätigkeiten. Sie werden ebenso wie reine Softwarearbeiten ohne Bezug zur Elektrotechnik sowie reine Software-Installationsarbeiten und Programmierkurse auf die praktische Tätigkeit nicht angerechnet.

Welche Form muss die Berichterstattung über das Praktikum haben?

Die Praktikanten müssen über ihre praktische Tätigkeit einen Praktikumsbericht verfassen. Der Bericht ist ein zusammenhängender Text, der die vom Praktikanten selbst ausgeführten Tätigkeiten beschreibt. Außerdem können thematisiert werden: die bei der Arbeit gesammelten Erfahrungen, z.B. Arbeitsabläufe, Einsatz von Maschinen und Methoden, organisatorische Regelungen, Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, auftretende Probleme.

Der Arbeitsbericht soll möglichst umfassend, jedoch trotzdem knapp und übersichtlich abgefasst sein. Aus dem Text muss ersichtlich sein, dass der Verfasser die angegebenen Arbeiten selbst ausgeführt hat. Skizzen, Schaltbilder, Flussdiagramme usw. ersparen häufig einen langen Text. Abbildungen aus Fremdmaterial müssen als solche gekennzeichnet und mit Quellenangabe versehen sein. Pro Woche Praktikumsdauer sollte eine selbsterstellte Abbildung vorhanden sein.

Es kann auch ein zusammenhängender Bericht mit entsprechendem Umfang und entsprechender Anzahl von Skizzen verfasst werden.

Neben diesen Berichten muss das Berichtsheft tägliche Aufzählungen der ausgeführten Arbeiten unter Angabe der Tagesarbeitszeit enthalten. - Diese Zusammenstellungen und/oder die Berichte müssen vom Betreuer im Betrieb am Ende der praktischen Tätigkeit bestätigt werden.

Folgende Form sollte eingehalten werden:

- Deckblatt mit Namen und Matrikelnr. des Studierenden sowie Name und Anschrift des Praktikumsbetriebes

- Inhaltsverzeichnis

- Zusammenhängender Text auf DINA4-Blättern

- Umfang: pro Woche mindestens eine Seite Text (Abbildungen, Anhang usw. nicht mitgerechnet)

- Schriftgröße 12; Zeilenabstand 1,5

- Bindung: Klemmhefter o.ä.

- Beglaubigung: Stempel und Unterschrift des Praktikumsbetreuers auf der letzten Seite des Berichtes

- Anlagen: Tägliche Aufzählungen der ausgeführten Arbeiten und Praktikumsbescheinigung


Außerdem muss der betreuende Betrieb ein Zeugnis über die praktische Tätigkeit ausstellen. Nähere Informationen zum Zeugnis s.u.

Bis wann können die Praktikumsberichte eingereicht werden?

Die Praktikumsunterlagen müssen grundsätzlich spätestens sechs Monate nach Ende der jeweiligen praktischen Tätigkeit dem Praktikantenamt vorgelegt werden.

Welche Informationen muss das Zeugnis der praktischen Tätigkeit erhalten?

Zur Anerkennung der abgeleisteten praktischen Tätigkeit ist neben den Berichten ein Zeugnis des Betriebes im Original (oder als beglaubigte Kopie) vorzulegen. Dieses Zeugnis muss enthalten:

  • Angaben zur Person (Name, Vorname, Geburtstag und -ort),
  • Ausbildungsbetrieb, Abteilung und Ort,
  • Zeitpunkt und Dauer der Ausbildung,
  • Thema der Aufgabenstellung (bei der Bearbeitung eines Projekts),
  • Fehl- und Urlaubstage, bzw. die Angabe, dass keine Fehl- bzw. Urlaubstage angefallen sind.

Das Zeugnis sollte auch eine Aussage über den Erfolg der Tätigkeit und eine Bewertung der Berichtsheftführung enthalten. Am Ende dieser FAQ finden Sie ein Musterzeugnis.

 

Welches Datum trägt die Leistung „Praxissemester“?

Das Modul "Praxissemester" trägt nach der Anerkennung der industriepraktischen Tätigkeit durch das Praktikantenamt das Datum der Einreichung des Praktikumsberichtes. Der Praktikumsbericht ist Teil der Leistung und muss vorliegen, damit das Modul als abgeschlossen betrachtet werden kann. Die Dauer des Anerkennungsprozesses spielt dagegen, auch weil Sie von den Studierenden nicht beeinflusst werden kann, keine Rolle.

Werden Praktika im Rahmen des TIME Austauschprogramms anerkannt?

Die im Rahmen von Austauschprogrammen (z. B. TIME-Doppelabschlussprogramm) erforderliche praktische Tätigkeit wird durch entsprechende vertragliche Regelungen der Partnerhochschulen beschrieben. Melden Sie sich in diesem Fall bitte persönlich beim Praktikantenamt.

Wie ist der Ablauf des Seminars zum Praxissemester?

Zum Praxissemester gehört eine Seminarveranstaltung, in der jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einen Seminarvortrag (Erfahrungsbericht) zu halten hat. Dabei sollte bevorzugt das Seminar der Hochschullehrerin oder des Hochschullehrers der Fakultät besucht werden, die oder der auch die Abschlussarbeit voraussichtlich betreuen wird. Diese stellen ein Seminartestat aus, welches beim Zentralen Prüfungsamt einzureichen ist.